Wissenswertes – Indianische Wappenpfähle.

Wissenswertes – Indianischer Wappenpfahl

Wappenpfähle werden häufig fälschlicherweise mit Totempfählen verwechselt.

Im Gegensatz zu diesen zeigt ein Wappenpfahl aber das Wappen einer Familie und nicht deren Totem. Sie waren vor allem bei den Indianern der amerikanischen Nordwestküste sehr verbreitet. Jede indianische Familie hatte ihre eigenen Wappentiere - diese wurden meist stark stilisiert abgebildet- welche nicht nur auf dem Wappenpfahl, sondern auch auf Alltagsgegenständen wie z.B. Waffen, Decken und Hauswänden abgebildet waren. Ursprünglich stammen die kunstvoll geschnitzten Pfähle, von denen die größten auf eine Höhe von bis zu 20 m heranreichen, aus den Küstenregionen von British Columbia. Sie wurden mit natürlichen Pflanzenfarben auffällig bunt bemalt und dienten so ihrer Besitzer-Familie als Prestigesymbol und Familienwappen. Viele Familienclans nutzten die Wappenpfähle um ihre Toten zu ehren, oder aber um Stammesmythen, einzelne wichtige Geschehnisse und besondere Personen in symbolischer Form in Holz verewigen. Die Geschichten hinter diesen alten Pfählen zu deuten, ist schwer. Nur diejenigen die die Mythen und Geschichten des Stammes kennen sind hierzu in der Lage. Der Wappenpfahl wurde meist aus dem Holz von Riesenlebensbäumen (Western Redcedar) gefertigt.

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– Aktualisiert am 06.09.2010 –